01.08.2018 Brand Wohnhaus

Brandverdacht
Einsatzart: Brand Wohnhaus
Einsatzort: Mattighofen
Fahrzeuge: RLF-A, ULF-A, HUB, KLF-L
Mannschaft: 14
Einsatzleiter: HBI Vorreiter Roman
Einsatzdatum, Einsatzdauer: 01.08.2018 22:31-04:00 Uhr
Weitere Feuerwehren: Rotes Kreuz, Polizei, Erdgas Notdienst, Energie AG

BERICHT

Am Mittwoch, den 1 August wurde um 22:31 Uhr die Feuerwehr Mattighofen zu einem "Brandverdacht , Rauch im Keller" alarmiert.


8 Minuten nach dem Alarm ist die Feuerwehr Mattighofen mit dem ersten Löschfahrzeug am Einsatzort eingetroffen und fand folgende Lage vor:
In einem Kellerabteil eines Mehrparteienhauses ist aus unbekannter Ursache ein Brand ausgebrochen.

Aus einem Lichtschacht des Kellers schlugen ca. 2–3 Meter hohe Flammen, welche auch schon auf die Fassade übergegriffen haben.
Dichter Rauch drang bereits aus der Haupteingangstür und war auch im Ganzen Stiegenhaus zu sehen.

Eine große Anzahl an Bewohnern sammelte sich schon vor dem Gebäude. Weitere Personen befanden sich im verrauchten Stiegenhaus bzw. in deren Wohnungen auf verschiedenen Stockwerken und riefen durch die geöffneten Fenster um Hilfe bzw. machten sich durch Winken bemerkbar.

Nach kurzer Lage Erkundung durch den Einsatzleiter wurde umgehend mit der Personenrettung durch einen Atemschutztrupp begonnen.
Zeitgleich wurde mittels C-Rohr die brennende Fassade gelöscht und die Wasserversorgung von einem 300 Metern entfernten Hydranten aufgebaut.

Mit dem eintreffenden Hubrettungsgerät wurden 3 Personen aus dem 3 und 4 Stock über die Fenster aus Ihrer Notlage gerettet.
6 Personen und ein Hund wurden durch den Atemschutztrupp mit Fluchtmasken über das verrauchte Stiegenhaus ins Freie gerettet und in Sicherheit gebracht.
3 Personen wurden vom Rettungsdienst versorgt, wovon eine Person ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

Zwei Atemschutztrupps gingen in den total verrauchten Keller und drangen bei null Sicht, bis zum Brandherd vor wo mittels Hochdruck der Innenangriff des in Vollbrand stehenden Kellerabteils begonnen wurde.

Die enorme Hitzeentwicklung und der Brand waren jedoch so groß, dass die Löschversuche nicht die gewünschte Wirkung zeigten, außerdem war es durch die Nullsicht und der Hitze zu gefährlich weitere Trupps in den Keller zu schicken bzw. diese zu gefährden.

 

So wurde von der Einsatzleitung beschlossen den Keller über das Fenster mittels Leichtschaum zu fluten und so das Feuer zu ersticken, was auch sofort die gewünschte Wirkung erzielte.
Während sich die einen Trupps um das Feuer kümmerten, wurde von einem Trupp das Stiegenhaus, der Lift bzw. alle 20 Wohnungen auf noch anwesende Personen durchsucht.

Nach ca. 30 Minuten ging ein weiterer Atemschutztrupp in den gefluteten Keller und konnte in das ausgebrannte Kellerabteil ganz vordringen, wo nur noch restliche Glutnester abgelöscht wurden.
Somit konnte Brand aus gegeben werden.

Das gesamte Wohnhaus wurde nun ordentlich mittels 2 Hochleistungslüfter rauchfrei gemacht.

Der anwesende Bürgermeister machte mit den Bewohnern eine kurze Lagebesprechung und versprach auch sich um Notquartiere zu kümmern, falls eine Wohnung nicht mehr bewohnbar wäre, was Gott sei Dank nicht der Fall war. Denn alle ca. 40 Bewohner konnten nach ca. 4 Stunden wieder in Ihre Wohnungen zurückkehren.

Für die Feuerwehr Mattighofen die mit 14 Mann und 4 Fahrzeugen im Einsatz war, ging dieser Einsatz um 04:15 zu Ende.

Um 07:00 ging es bis um 10:30 Uhr mit der Gerätereinigung weiter.

Fotos @ Foto Fesl

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